DIE FRANKEN wollen die Zuschüsse für die Universitäten in Bayern neu regeln

Die beiden Münchener Universitäten sahnen unter den insgesamt 29 Universitäten und Hochschulen in Bayern 45 Prozent aller Investitionszuschüsse ab.

Pressemitteilung der Partei für Franken – DIE FRANKEN

Die „Partei für Franken“ kritisiert die finanzielle Bevorzugung der beiden Münchener Universitäten durch den Freistaat Bayern

Erlangen – „Die Partei für Franken – Die Franken“ kritisiert die Bayerische Staatsregierung dafür, die beiden Münchener Universitäten finanziell zu bevorzugen. Bei einem Gesamtetat von 2,85 Milliarden Euro erhalten die Münchener Universitäten mit 1,28 Milliarden Euro rund 45 Prozent aller Zuschüsse. Die vier fränkischen Universitäten Erlangen-Nürnberg, Würzburg, Bayreuth und Bamberg liegen zusammen nur bei knapp 21 Prozent.

„Wieder einmal zeigen die nackten Zahlen, dass die Bayerische Staatsregierung München bevorzugt“, stellt Sebastian Eidloth, Beisitzer im Vorstand der „Partei für Franken“ und Direktkandidat für den Bezirkstag im Wahlkreis Erlangen-Stadt fest. In diesem Jahr sind Investitionen in einer Gesamthöhe von 2,85 Milliarden Euro für die bayerischen Universitäten geplant. Fast die Hälfte davon geht nach München. Es sei „absolut nicht nachvollziehbar“, warum zum Beispiel die Technische Universität München alleine 668,3 Millionen Euro an Geldern bekommt und die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg dagegen lediglich nur 190,6 Millionen Euro. Das sei ein Unterschied von über 470 Millionen Euro, obwohl beide Universitäten mit circa 40.000 Studierenden etwa gleich groß seien, kritisiert Eidloth. „Die beiden Münchener Universitäten sahnen auch im Vergleich zu den anderen fränkischen Universitäten richtig ab.“ Die Julius-Maximilians-Universität in Würzburg erhält 311,3 Millionen Euro und damit immer noch 300 Millionen Euro weniger als die Ludwig-Maximilian-Universität in München. „Richtig heftig“ sehe es in Oberfranken aus. Die oberfränkischen Universitäten bekämen nur Zuschüsse in „Höhe der Münchener Portokasse.“ Die Otto-Friedrich-Universität in Bamberg liegt mit 11,7 Millionen Euro abgeschlagen am Ende und auch der Universität Bayreuth gehe es mit 71,6 Millionen Euro nur unwesentlich besser.
„Das ist einfach ungerecht“
„Diese Zahlen sprechen eine eindeutige Sprache“, fährt Eidloth fort. „Wenn fast die Hälfte aller Zuschüsse an die beiden Münchener Universitäten fließt, dann ist das einfach ungerecht.“ Der Erlanger macht dafür die jahrzehntelange auf München ausgerichtete Politik der CSU verantwortlich. Leider hätten sich auch nie fränkische CSU-Abgeordnete wirksam dafür eingesetzt, die fränkischen Universitäten finanziell besser auszustatten, so Eidloth weiter. Auch unter dem fränkischen Ministerpräsidenten Markus Söder seien keine Korrekturen spürbar. „So kann das nicht weitergehen.“
Die Franken fordern daher, die Zuschüsse an die Universitäten neu zu regeln. „Entweder die fränkischen Universitäten bekommen Gelder in Höhe der Münchener Universitäten oder die Zuschüsse für die Münchener Universitäten müssten signifikant gekürzt werden und dafür nach Franken fließen“, so Eidloth abschließend.

Lidl entdeckt den Frankenrechen

Lidl entdeckt Franken

Wer hätte das gedacht? Lidl entdeckt Franken und den Frankenrechen. Schon seit Jahren setzt der Discounter aus Neckarsulm in der Werbung Franken ausschließlich mit Bayern gleich. Es gibt die Regionalmarke “Gutes aus Bayern” unter der auch urfränkische Produkte mit weiß-blauen Rauten vermarktet werden.

Sogar auf den Original Nürnberger Bratwürsten der Firma Wolf, die unter dem Lidl-Markennamen Dulano verkauft werden, prangen die Wittelsbacher Rauten.

Weiß-blaue Rauten auf Original Nürnberger Bratwürsten

Und jetzt das: Eine Filiale im Erlanger Stadtteil Büchenbach zeichnet in Franken hergestellte Produkte mit dem Frankenrechen aus.

Ich habe keine Ahnung, ob das eine Idee der lokalen Filialleitung oder eine Anregung beziehungsweise Vorgabe der Konzernleitung aus Neckarsulm war. Es wird sich wohl bald zeigen, ob andere fränkische Lidl-Filialen nachziehen. Lidl-Konkurrent Aldi setzt übrigens schon seit 2016 auf den Frankenrechen – und das in fast allen fränkischen Filialen. Ich jedenfalls finde diesen Schritt von Lidl subber. Sobald ich nächstes Mal die Filialleiterin sehe, werde ich sie darauf ansprechen und mich für diese Aktion recht herzlich bedanken.

Fränkische und bayerische Gurken aus Nürnberg

“Bayerische” und Fränkische Gurken aus Nürnberg

Immer noch zu viele fränkische Firmen meinen, dass sie ihre Erzeugnisse besser mit weiß-blauen Rauten vermarkten können, selbst wenn sie ihre Produkte vorwiegend in Franken vertreiben. Sehr schön kann man das bei fränkischem Gemüse beobachten.

Hennicke Gemüsebau aus Nürnberg verkauft zum Beispiel seine Mini-Gurken als Bayern-Gurken. Sie werden unter dem Label Bayernliebe als bayerisch-grün, bayerisch-frisch und bayerisch-lecker  angepriesen.

Höfler Gemüse hält dagegen und bezeichnet ihre Gurken selbstbewusst als das, was sie auch sind: Fränkische Mini-Gurken.

Das Beste aus Franken. Regional ist Original.

Manchmal sehe ich, dass wohl auch einige Zwischenhändler meinen, sie müssten fränkisch deklariertes Gemüse etwas “Gutes” antun und dieses zusätzlich mit einem weiß-blauen Aufkleber “Qualität aus Bayern” versehen. Gerade, wenn Produkte bei uns nur regional, also in einem Umkreis von vielleicht 50-100 Kilometern vertrieben werden, ist für mich der Frankenrechen das definitiv beste Zeichen für wirklich regionale Produkte. Der Gemüsegroßhandel Schraud & Baunach aus Würzburg zeigt vorbildlich wie einfach das geht. Bitte mehr davon.

FSDFS – Franken sucht den Fränkischen Selbstverleugner

Schamel – Bayern statt Franken

Wenn zwei Firmen in Franken um den Titel “Fränkischer Selbstverleugner” kämpfen, wird es ein harter Fight zwischen Maintal-Konfitüren aus Haßfurt und Schamel in Baiersdorf. Der Marmeladenhersteller aus Haßfurt will in seiner Außendarstellung nichts mehr mit Franken zu tun haben. Maintal hat seine Produkte und die Website konsequent auf weiß-blau getrimmt. Aber Schamel aus (Mittel)Franken ist hier den (Unter)Franken im negativen Sinne schon zehn Jahre voraus. Schamel hatte sich vehement für die geschützte Herkunftsbezeichnung “Bayerischer Meerrettich” und gegen “Fränkischer Meerrettich” stark gemacht. Dazu muss man wissen, dass in Franken circa 1500 Tonnen Meerrettich jährlich geerntet werden und 0 Gramm in Bayern. Das Eintragen der Bezeichnung “Fränkischer Meerrettich” als geschützte Herkunftsbezeichnung wäre also eine reine Formsache gewesen. Schamel-Chef Hanns-Thomas Schamel (Hanns schreibt sich wirklich mit zwei N) reagierte 2008 auf den Vorwurf Franken zu verleugnen wie folgt: “… Aber Franken gehört seit Napoleon nun einmal zu Bayern und aufgrund dieser existierenden politischen Realität ist Bayerischer Meerrettich“ seit über 200 Jahren ein national und vor allem international bekannter Qualitätsbegriff…”

Frank und Hörrlein – Alternativen zu Schamel
Dass es auch anders geht, zeigt die Firma Frank (der Name ist schon Programm) aus Heroldsbach-Oesdorf, die mit folgendem Slogan wirbt: “Willkommen im fränkischen Meerrettichland – urfränkisch frisch regional produziert” (der kleine Ausrutscher “Altbayerischer Senf mit Meerrettich” sei Frank verziehen…). Oder wie wär’s mit Franken-Kren der Firma Hörrlein? Alternativen zur omnipräsenten Industrieware von Schamel gibt es also…

 

“Bayerischer” Frankenwein aus Sortiment genommen

Frankenwein bleibt Frankenwein

Tja, so läuft’s halt, wenn man versucht aus dem Frankenwein so langsam einen Bayernwein zu machen. Die Saffer Wein GmbH in München hatte sich wohl gedacht, als weiß-blauer Vertriebspartner den Frankenwein so einfach bajuwarisieren zu können. Es wurde Nordheimer Silvaner eingekauft, das Etikett schon mal auf weiß-blau getrimmt und der Begriff Freistaat Bayern wurde stolz auf der Vorderseite platziert. Doof nur, dass die Franken um diesen Wein einen großen Bogen machen. Rewe hat ihn jetzt in Erlangen aus dem Programm genommen…

Globus Forchheim wird fränkischer

Frankenwein-Aktionsstand

Na also, es geht doch und tut gar nicht weh. Auch wenn der Forchheimer Globus-Supermarkt in seinen Prospekten seine Fleischwaren wohl aus vertraglichen Gründen leider immer noch als “Gutes aus Bayern” auszeichnen muss, sehe ich so langsam eine Trendwende erreicht. Denn im Gegensatz zu den Selbstverleugnern von Maintal-Konfitüren bewirbt Globus in Forchheim nun fränkische Waren im Markt auch als fränkisch. Aktionsstände werben mit großen “Gutes aus Franken”-Bannern. Globus zeichnet die Waren auch dementsprechend aus. Fränkisches Selbstbewusstsein statt Minderwertigkeitskomplex à la Maintal-Konfitüren: find’ ich gut! Großes Lob an Globus! Weiter so!

Franken drauf – Franken drin

Maintal Konfitüren bricht mit Franken und setzt nur noch auf Bayern

Maintal Konfitüren: Bayern statt Franken.

Ich kritisiere auf diesen Seiten immer wieder Firmen, die ihre fränkische Herkunft verleugnen und denken sie müssten einen auf “weiß-blau” machen. Besonders negativ in diesem Zusammenhang fällt die Firma Maintal Konfitüren GmbH mit Sitz in Haßfurt/Main auf. Während sich der Marmeladen-Hersteller in der Vergangenheit nicht so recht zwischen Franken und Bayern entscheiden konnte, setzen die Haßfurter nun nur noch konsequent auf bayerisch weiß-blau, auch auf ihrer Homepage.  Der Name Franken wurde von ihren Produkten entfernt und durch Bayern ersetzt, siehe Bild. Maintal Konfitüre nennt sich jetzt auch ganz stolz Bayerische Konfitürenmanufaktur. Fränkisches Selbstbewusstsein: Fehlanzeige. Man könnte denken, der Sitz des Unternehmens sei an der Isar. Ich kann darüber nur noch den Kopf schütteln und warte auf den Tag, an dem Maintal ihren Weingelee mit Nordbayernwein anpreist.

Ein Plädoyer für den Christbaum aus Franken

Christbaum aus Franken

Jedes Jahr zu Weihnachten werden in Deutschland um die 30 Millionen Christbäume verkauft. Die meisten davon kommen aus Norddeutschland und Dänemark. Die Bäume werden zum Teil schon im Oktober geschlagen und dann in die letzten Winkel Deutschlands transportiert. Das muss aber nicht sein, da es auch Christbäume aus Franken gibt. So werden zum Beispiel im Steigerwald und im Frankenwald auch die beliebten Nordmanntannen, die 80% aller Christbäume ausmachen, kultiviert. Christbäume aus Franken sind aufgrund der kürzeren Transportwege und da sie später geschlagen werden, frischer. Eine helle Schnittfläche ist typisch für einen frischen Baum. Ist die Schnittstelle hingegen gräulich, deutet das darauf hin, dass der Baum schon älter ist. Auch an den Nadeln lässt sich ganz gut erkennen, ob ein Baum schon älter ist. Stechen sie bereits beim Kauf, ist der Baum meist nicht mehr frisch. Deshalb: Regional ist Original. Christbaum aus Franken !

“Grenzenlos fränkisch” muss das Motto für den Tag der Franken 2019 in Sonneberg und Neustadt b. Coburg lauten

Neustadt b. Coburg und Sonneberg sind sich einig.

Ich habe mich riesig gefreut, als Ende August offiziell verkündet wurde, dass 2019 Neustadt bei Coburg und Sonneberg gemeinsan den “Tag der Franken” ausrichten dürfen. Denn es ist ein klares Zeichen, dass Franken nicht nur im Bundesland Bayern liegt. Franken gibt es eben auch in den Bundesländern Baden-Württemberg und Thüringen. Die Region südlich des Rennsteigs von Bad Salzungen bis Sonneberg ist eindeutig fränkisch. Sogar einige Gebiete in Hessen werden Franken zugeordnet.

So weit – so gut. Jetzt steht der Tag der Franken jedes Jahr unter einem bestimmten Motto.

So hieß es zum Beispiel 2015 in Erlangen “Franken – offen aus Tradition”, 2016 in Hof “Patente Franken – Fränkische Patente” und in Kitzingen lautete 2017 das Motto der Main-Stadt “Kultur-Brücken”. Nächstes Jahr in Ansbach wird es mit “Essen in Franken” kulinarisch (ich freue mich jetzt schon auf die Geschmacksexplosionen fränkischer Spezialitäten…).

Das Motto für 2019 in Neustadt und “Sumbarch” steht noch nicht fest. Für mich gibt es aber nur ein Motto: “Grenzenlos fränkisch”. Ich kann nur hoffen, dass die zuständigen Bezirks- bzw. Kreisheimatpfleger Prof. Dr. Dippold (Oberfranken) und Thomas Schwämmlein (Sonneberg) sich auf dieses Motto verständigen. Denn Franken ist eben größer als die drei künstlichen Regierungsbezirke Ober-, Mittel- und Unterfranken…

Meerrettichstadt Baiersdorf verbannt die Bayernfahne zur Kerwa

Baiersdorf feiert rot-weiß

Fränkische Kerwa statt Bayerische Dult. So haben es sich wohl die Baiersdorfer gedacht, als sie über die Beflaggung anlässlich ihrer Kerwa entschieden haben.  Denn in Baiersdorf im Landkreis Erlangen-Höchstadt ist weit und breit keine Bayernfahne zu sehen. Am Baiersdorfer Kreisel gibt es zwar sechs Fahnenmasten, aber die Bayernfahne hatte einfach keine Chance. Stattdessen flaggten die Baiersdorfer die Nationalflaggen ihrer Partnergemeinden aus Österreich, Polen und Frankreich. Dazu kommen dann noch die Deutschlandfahne, die Stadtflagge und natürlich die Frankenfahne. Was sagt der Franke dazu: Bassd scho! Daran sollten sich viele fränkische Gemeinden und Städte ein Beispiel nehmen.